1 PGSonderausgabe COVID 19 Pandemie

Steht Afrika vor dem Abgrund? Unsere Partner informieren

"Im Vergleich zum Rest der Welt scheint der afrikanische Kontinent von der Pandemie weniger ernsthaft betroffen zu sein: insgesamt sind 112.290 Personen infiziert und 3.359 Todesfälle wurden registriert (Quelle African Union https://au.int/fr/covid). Trotzdem fordert die WHO Afrika unmissverständlich auf, aufzuwachen und sich bereit zu halten. Die Zahlen sind auf Anhieb nicht besorgniserregend aber das liegt vor allem daran, dass der Kontinent ungenügend testet und die 54 Länder nicht oder nur unzureichend auf die Pandemie vorbereitet sind.

Die am stärksten betroffenen Länder sind Ägypten (erster Fall im Februar 2020), Nigeria, Ghana, Südafrika, der Sudan und Algerien.

Die Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass sämtliche für 2020 vorgesehenen Programme ausgesetzt oder vertagt werden. Unsere Partner versuchen sich auf die nach und nach auftauchenden Bedürfnisse einzustellen und überlegen, wie die Programme in der Zeit nach der Pandemie am besten verwirklicht werden können. Sie sind mehr denn je auf unsere Unterstützung angewiesen, um der Wirtschaftskrise die Stirn zu bieten, die durch die sanitäre Krise verursacht wird.
Wir können von Glück sagen, dass bisher keiner unserer Partner weder Infektionsfälle innerhalb der eigenen Reihen noch unter den Nutznießern der Programme zu beklagen hat.
In Kamerun berichtet unser Partner CAES von wachsenden Infektionszahlen (fast 4.900) und 165 Todesfällen.
Die afrikanischen Länder sind auf die Epidemie gar nicht vorbereitet, was dem Ticken einer Zeitbombe gleichkommt. Wie in Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika und Brasilien, leiden die Afrikaner unter den Ausgangsbeschränkungen, dem Stopp der Produktion und der Schließung von Geschäften und Märkten. Die Angst vor dem Hunger ist intensiver als vor dem Virus.
DSC 0787Schwester Mewoulou, unser Partner vor Ort, teilt uns mit, dass die Sensibilisierungsaktionen gegen HIV und sexuell übertragbare Krankheiten jetzt von Informationskampagnen gegen den Virus und für notwendige Schutzmaßnahmen abgelöst wurden. Die Kinder aus dem Centre Efoulan mussten in ihre Familien und Gemeinschaften zurückkehren. Im Centre CEPASU wurde der Unterricht ausgesetzt. Die Verteilung von Nahrungsmittel wird unerlässlich.


In der demokratischen Republik Kongo hat unser Partner COOBIDIEP (Universität und nachhaltige Landwirtschaft) sämtliche Aktivitäten zurückgefahren, die Universität bleibt geschlossen.


Im Umfeld des Turkana Sees in Kenia hat unser Partner in der Diözese Lodwar alle Aktivitäten eingestellt und bereitet ein regionales Ernährungs- und Gesundheitsprogramm vor. Hilfsmittel für die Bevölkerung sind vonnöten. Zum Glück erfreuen sich alle Nutznießer unseres Hilfsprogramms für landwirtschaftliche Familienbetriebe bester Gesundheit.


In Goma, in der Demokratischen Republik Kongo arbeitet unser Partner INUKA mit den Kindern im Zentrum auf Sparflamme, die restlichen werden Zuhause betreut. Zurzeit gilt ein Aufnahmestopp für Neuankömmlinge, die Lage der Straßenkinder verschlechtert sich zusehends. Unter den gegenwärtigen Umständen ist es schwer, wie die Zukunft dieses Projekts aussehen wird. Die Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten muss erwogen werden.


In der Diözese Gikongoro in Ruanda sind die Bauarbeiten (Schulneubau) wegen der Pandemie ausgesetzt worden. Unser Partner hofft dennoch, dass die Fertigstellung vor Jahresende möglich ist. Auch hier werden wir bereits um Hilfe für Nahrungsmittelverteilung gebeten.
Außerdem in Ruanda meldet die Maison Shalom (Betreuung und Ausbildung von burundischen Flüchtlingen), dass die Arbeit im Flüchtlingslager Mahama (5000 Flüchtlinge) und in Kigali (schulische und berufliche Ausbildung, Mikro-Kredite) weitergeht.


Aus Mali berichtet unser Partner AJR in Ségou (Berufsausbildung), dass die Pandemie vor allem in der Hauptstadt Bamako und in Koulikoro zuschlägt. Zurzeit ruht der Unterrichtsbetrieb aber die Hoffnung besteht, dass die Lehrgänge bis Jahresende durchgeführt werden können. Es steht noch Schutzmaterial aus der Ebola Krise zur Verfügung. Auch hier heißt es, dass Westafrika möglicherweise in einigen Monaten mit einer Nahrungsmittelknappheit rechnen muss.


Solidarität ist gefordert. Unsere Partner in Afrika brauchen unsere Unterstützung!"


Patrick Krãnipi Godar

 

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