Fin september 2015 les Nations Unies ont adopté 17 Objectifs du Développement Durable (Sustainable Development Goals - SDG) qui devraient être atteints jusqu’en 2030. Le deuxième de ces 17 nouveaux Objectifs s’intitule: « Éliminer la faim, assurer la sécurité alimentaire, améliorer la nutrition et promouvoir l’agriculture durable ». Depuis 1990 le nombre de personnes souffrant de la faim dans le monde a bien diminué de 215 millions. Néanmoins il y a toujours 795 millions de personnes sous-alimentées et souffrant de malnutrition sur la terre ! Une personne sur neuf !
Il s’avère donc indispensable de soutenir les femmes et les hommes dans nos projets en leur fournissant les moyens nécessaires pour qu’ils puissent garantir leur propre sécurité alimentaire. Voilà pourquoi, pendant de la Campagne de Carême de 2016, la Fondation Bridderlech Deelen a choisi de mettre l’accent sur trois projets qui soutiennent des écoles d’agriculture et d’agro-écologie ainsi que des formations visant la sécurité alimentaire. Ce sont des projets au Guatemala, dans la République Démocratique du Congo et au Kenya.
Das Drama der Armut
Die gut gefüllten, ja überfüllten Regale der Geschäfte und Supermärkte können vielleicht ablenken, können aber nie den millionenfachen Schrei der Armen zum Schweigen bringen. Sie können vielleicht unser Gewissen einschläfern, können aber nie den Schmerz und die Angst der Hungernden dieser Erde weg-konsumieren.
Unser Wohlstand ist nicht schlecht. Es fällt aber ein trübes Licht auf diesen Wohlstand, wenn er einhergeht mit Verschwendung und Wegwerfen. In seiner Enzyklika "Laudato sí" hat Papst Franziskus diesen Zusammenhang aufgezeigt und vor einer grassierenden "Wegwerfkultur" gewarnt. "Wir wissen, dass etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel verschwendet wird und dass Nahrung, die weggeworfen wird, gleichsam vom Tisch des Armen geraubt wird" (Laudato sí Nr 50).
Leider wird der Arme vor unserer europäischen und Luxemburger Tür oft nicht mehr gesehen. Unsere Augen und Herzen haben sich scheinbar an die Armut der Armen gewöhnt. Wir nehmen das "Drama der Armut" nicht mehr wahr.
Das Jahr der Barmherzigkeit und insbesondere die Fastenzeit bieten die Chance, zur Herzmitte des Evangeliums vorzustoßen: dort sind die Armen die Bevorzugten der göttlichen Barmherzigkeit! Die traditionellen Werke der Barmherzigkeit, sowohl die leiblichen als auch die geistigen, führen ohne Umschweife zu den Bedürftigen; und zu denen gehören auch wir! Ich bin überzeugt: wer sich seiner eigenen Armut stellt, wird wach für die Armut der anderen! Wo ich in meiner Sündigkeit geheilt werde, öffnen sich mir Herz und Augen für die Not der anderen.
Es wäre verhängnisvoll und zutiefst unchristlich, vor dem Drama der Armut zu kapitulieren. Deshalb müssen wir der Armut ein Gesicht geben: es sind konkrete Menschen, Kinder und Alte, Männer und Frauen, die arm sind! Es sind Menschen wie Du und ich, die angesehen und geliebt werden wollen. Meinem Gegenüber kann ich mich nicht versagen! Ich kann mich berühren lassen.
"Die Liebe Christi drängt uns", schreibt der Apostel Paulus an die Christen in Korinth. Und der heilige Vinzenz von Paul sagt: "Wir müssen den Nöten der Armen zu Hilfe eilen wie zum Feuerlöschen". Der Dringlichkeit der Aufgabe und des Einsatzes kann sich niemand entziehen.
Das Diözesanwerk "Bridderlech Deelen" reicht uns gewissermaßen die Hand, um heute mit Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika Zeichen der Geschwisterlichkeit und der Solidarität auszutauschen. Armut bleibt dann nicht ein Begriff; der Arme wird dann als Schwester und Bruder erkannt. Und durch ganz konkretes Helfen wird dem Drama Armut eine Wendung zum Guten gegeben.
Ich lade ganz herzlich und eindringlich dazu ein, den Schritt aus der Sattheit in das Teilen zu wagen und so in unserer Gesellschaft Zeichen der Barmherzigkeit gegen die Gleichgültigkeit zu setzen. Das Drama der Armut muss nicht in die Tragödie führen, die nur Verlierer kennt; Christen sollten dafür mutige und tatkräftige Zeugen sein.
+Jean-Claude Hollerich
Erzbischof von Luxemburg
Mir hunn es sat!
Wer durch die dicht gefüllten Regale der Supermärkte geht, wird in aller Regel nicht an den Hunger in der Welt erinnert. Er wird wohl eher an die sogenannten Wohlstandskrankheiten denken: Bluthochdruck, Fettleibigkeit, überhöhter Cholesteringehalt... Und beim Anblick des Plakats von "Bridderlech Deelen" sagt er sich vielleicht: "Ech hunn es sat! – es reicht mir, dauernd ein schlechtes Gewissen haben zu müssen! Lasst mich in Ruhe!"
Es kostet schon etwas Überwindung, Bilder über Hunger auf unserer Erde anzuschauen. Und es kostet wohl noch mehr, die nackten Zahlen über Reichtum und Armut und ihre Verteilung in der Welt zu lesen.
* Vor ein paar Wochen stand es in den Nachrichten: die 62 Reichsten dieser Welt besitzen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung zusammen, eine Relation von 1 zu 58 Millionen!
Auch in unserem reichen Luxemburg gibt es Mangelernährung und Hunger: nicht nur die Bettler in der Stadt geben davon ein beredtes Zeugnis, es ist auch gewusst, dass die meiste Armut und auch der meiste Hunger hinter verschlossenen Türen ist, sich schamhaft versteckt!
Die Millenniumsziele der UNO peilten bis 2015 eine Reduzierung des Hungers in der Welt um 50% an. Ergebnis: statt der angepeilten 11,8% (= die Hälfte von 23,6% im Jahre 1990) an hungernden und unterernährten Menschen, haben 2013 noch 14,3% der Weltbevölkerung Hunger gelitten, d.h. über 842 Millionen! Beachtliche Anstrengungen wurden unternommen, allerdings wurde nicht genug getan! Und vor allem: die statistische Restmenge (!) von ein paar Hundert Millionen Hungernder wird quasi in Kauf genommen!
* Dabei gilt: "Dieser Planet hat von Allem für Alle überreichlich, nur nicht für die Gier einiger weniger." Und damit rühren wir an den wunden Punkt: die ungleiche Verteilung der Güter und mehr noch: der Mangel an Bereitschaft, zu teilen, ja sogar: die Ablehnung der Solidarität! Die europäische Union gibt zurzeit ein klägliches Bild ab in Sachen Solidarität in Bezug auf die Aufnahme von Flüchtlingen.
Und nicht genug damit. Die Verschwendung von Nahrungsmitteln, die Vernichtung von Lebensmitteln ist ein Skandal! Papst Franziskus wird nicht müde, dieses skandalöse Verhalten in der Wegwerfkultur anzuprangern. Wegwerfen geht allem Anschein nach vor Weggeben und Teilen! "Die größte Hungersnot ist jene der Nächstenliebe", analysiert Papst Franziskus haarscharf.
* Wir haben den Hunger satt! Das diesjährige Plakat von "Bridderlech Deelen" will aufscheuchen, will provozieren, will nachdenklich machen. Und das ist gut so. Viel zu oft und unabsichtlich sind wir schläfrig und gewöhnen uns an die Zustände in unserer Welt. "Es ist halt wie es ist – und sowieso kann ich daran nichts ändern."
Und dabei dürfen wir uns aufrütteln lassen. Und wir dürfen den Aufstand wagen, den Aufstand gegen Hunger und Armut. Einen Aufstand mit Worten, vor allem aber einen Aufstand mit konkretem Handeln. Dürfen wir es wagen vom Aufstand der Anständigen zu sprechen? Von jenen, die Schluss machen mit Verschwendung und Wegwerfen. Die anfangen, nicht mehr zu bestellen und einzukaufen, als sie wirklich brauchen. Damit wäre dann schon ein Anfang gemacht. Und wir bräuchten uns nicht vorhalten zu lassen, dass "die Nahrung, die weggeworfen wird, gleichsam vom Tisch der Armen geraubt wird" (Papst Franziskus).
Volle Regale in Geschäften und Supermärkten haben eine Botschaft, die mit den Worten des heiligen Augustinus sagt: "Nicht das Geld ist tadelnswert, sondern die unersättliche Habgier". Und gegen Habgier gibt es ein Mittel: nicht anhäufen, nicht verschwenden, nicht wegwerfen – sondern teilen!
Henri Hamus
Notre présence sur les radios et dans la presse écrite:
L'ouverture de notre Campagne de Carême avec Mgr Hollerich à Clervaux
Ici vous retrouvez l'intégralité de l'interview avec RTL Radio Lëtzebuerg!
Ecoutez ici l'interview menée par Radio Latina.
Lisez notre article au Luxemburger Wort du 5 mars.
Lisez l'article de notre collaboratrice Sophie-Anne Schaul sur la sécurité alimentaire!
Retrouvez sous ce lien toutes nos fabuleuses recettes de soupes de carême 2016!







